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COVID-19 Das ist der aktuelle Stand Juni 2022

Welche Corona-Varianten gibt es gerade?


“Coronafrei” wie im Sommer 2021 wird es diesen Sommer nicht: Seit knapp fünf Monaten dominiert in Deutschland die Omikron-Variante mit einem Anteil von 99 %. BA.5 breitet sich weiter aus und ist mittlerweile mit 50 % der vorherrschende Corona-Erreger in Deutschland. Stichproben zeigten eine ungefähre Verdopplung des Anteils von BA.5 bei Neuinfektionen im Wochentakt. Auch die Anteile der Sublinien von Omikron BA.2.12.1 und BA.4 wachsen, allerdings deutlich weniger. Bisher ist der Anteil der beiden Sublinien bei 6 % (Stand 24.06.2022).

Wie gefährlich ist Omikron BA.5?


Omikron verursachte bisher eine geringere Anzahl schwerer Erkrankungen und weniger Todesfälle als beispielsweise Delta. Laut RKI Bericht vom 09.06.2022 breiten sich die Varianten BA.4 und BA.5 stärker aus als BA.1 und BA.2, daher muss auch mit einem Anstieg der Infektionszahlen gerechnet werden. Stichproben deuten bislang nicht darauf hin, dass BA.4 und BA.5 schwerere Krankheitsverläufe oder mehr Todesfälle verursachen als BA.1 und BA.2.

6. Corona-Welle?


Der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, rechnet mit sehr hohen Fallzahlen ab September. Da die Anzahl der Coronafälle exponentiell steigt, wird es dann zu sehr vielen krankheitsbedingten Arbeitsausfällen kommen. Der starke Anstieg von Neuinfektionen ist einerseits durch die leichte Übertragbarkeit von BA.5 und andererseits durch den abnehmenden Immunschutz in der Bevölkerung bedingt. Drosten glaubt nicht an das Ende der Pandemie im Jahr 2022, sondern rechnet eher mit weiteren Corona-Wintern. Ein endemischer Zustand ist erst dann erreicht, wenn das Virus aufgrund von Bevölkerungsimmunität durch Impfungen und Infektionen an Bedeutung verliert.

Wie sind die aktuellen Zahlen?


Steigende Fallzahlen, vermehrte Ausbrüche in Pflegeheimen und höhere Belastungen auf Intensivstationen - das ist die aktuelle Coronalage.


In konkreten Zahlen heißt das für Deutschland (Stand 28.06.2022):


Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag: 142.329


7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen: 635,8


7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen: 4,67


Menschen mit 1 oder 2 Auffrischungsimpfungen: 51,2 Millionen / 61,6 %

Habe ich noch genug Antikörper?


Repräsentative Studien zum Antikörperstatus der Bevölkerung in Deutschland fehlen bislang. Es liegen dazu nur Schätzungen vor: 93 % der Bevölkerung haben demnach Antikörper gegen SARS-CoV-2. Durch die Sublinien BA.4 und BA.5 sind allerdings auch Reinfektionen leichter möglich. Denn das Viruserbgut ist so verändert, dass Antikörper von Genesenen und Geimpften gegen BA.4 und BA.5 weniger wirksam sind (Immunflucht). Gleichzeitig nimmt die Bevölkerungsimmunität nach Impfung und Infektion mit der Zeit ab. Die Abklärung des Antikörperstatus kann die Entscheidung über eine Booster-Impfung vereinfachen.

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4. Impfung Ja/Nein?


Die COVID-19-Impfung schützt effektiv vor schweren Erkrankungen. Der Impfschutz lässt jedoch mit der Zeit nach. Besonders bei älteren oder vorerkrankten Personen ist die Immunantwort deshalb schwächer. Die STIKO empfiehlt Geimpften ab 18 Jahren eine erste Auffrischungsimpfung ab drei Monaten nach der letzten Impfung.


Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 sollen ab 3-6 Monate nach der letzten Impfung eine erste Auffrischungsimpfung bekommen.


Für Kinder von 5-11 Jahren wird eine erste Auffrischungsimpfung nur dann empfohlen, wenn eine Vorerkrankung vorliegt.


Eine vierte Impfung (zweiter Booster) frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischungsimpfung wird für besonders gefährdete Personen empfohlen. Hierzu zählen Menschen ab 70 Jahren sowie Mitarbeitende und Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen, Risikogruppen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Immunschwäche.


Eine vierte Impfung frühestens sechs Monate nach der ersten Auffrischungsimpfung wird für Mitarbeitende in medizinischen Einrichtungen oder in der Pflege empfohlen.


Alle Impfungen gegen das Coronavirus sind kostenlos.

Wie gut ist der neue Impfstoff Novavax?


Seit Ende Februar gibt es in Deutschland den Impfstoff von Novavax. Novavax basiert, wie die bisherigen Impfstoffe, auf dem Spike-Protein. Bei Novavax wird allerdings nicht der Bauplan des Spike-Proteins verimpft, sondern das Spike-Protein selbst. Das unterscheidet Novavax von den anderen Impfstoffen - und ist gleichzeitig Impfstoffen gegen andere Krankheiten (z.B. gegen Gebärmutterhalskrebs oder Gürtelrose) ähnlich. Für den Impfstoff gab es große Zulassungsstudien mit rund 45.000 Teilnehmenden, die dessen Wirksamkeit gegen COVID-19 belegen. Wie bei den anderen Impfstoffen gibt es auch bei Novavax Impfreaktionen.

Welche Impfempfehlungen gibt es für Kinder?


Nur eine mehrmalige Auseinandersetzung mit dem SARS-CoV-2-Spike-Protein führt zu einem soliden Immunschutz. Die Grundimmunisierung wird im Spätsommer neu bewertet. Bisher nicht geimpfte, gesunde Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren sollen laut STIKO einmalig geimpft werden - das besagt die aktualisierte Impfempfehlung vom 24.05.2022. Weiterlesen

Welche Maßnahmen gibt es gerade?


Am 18.03.2022 wurde das Infektionsschutzgesetz geändert: Ein Basisschutz soll vulnerable Gruppen schützen. Deshalb bleibt in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens, in bestimmten Gemeinschaftsunterkünften und im Öffentlichen Personennahverkehr die Maskenpflicht bestehen. Auch im Luft- und Personennahverkehr bleibt die Maskenpflicht bestehen. 


Bei einer drohenden Überlastung der Krankenhauskapazitäten können für Gebietskörperschaften Hot-Spot-Regeln beschlossen werden. Diese können zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Maskenpflichten, Abstandsgebote, Nachweispflichten oder Hygieneauflagen beinhalten. Testpflichten in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen können durch die örtlich zuständigen Gesundheitsämter angeordnet werden.


Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist bis zum 23.09.2022 befristet. Dann wird die Lage neu bewertet.

Corona und Arbeitsschutzverordnung


Die Pandemie hat große Auswirkungen auf alle Lebensbereiche - das trifft insbesondere auch auf die Arbeitswelt zu. Am 30.06.2022 endet die Sonderregelung zum Kurzarbeitsgeld. Pandemiebedingte Regelungen wie höhere Leistungssätze, längere Bezugsdauer und die Einbeziehung der Leiharbeit fallen weg.  Kurzarbeitergeld kann aber weiterhin gezahlt werden, wenn zehn Prozent (oder mehr) der Beschäftigten eines Betriebes vom Arbeitsausfall betroffen sind.


Arbeitgeber:innen sind verpflichtet, das Infektionsgeschehen zu beobachten und das betriebliche Hygienekonzept bei Bedarf anzupassen. Für die Vermeidung oder Eingrenzung von Infektionen in Betrieben und Einrichtungen veröffentlichte das Bundesarbeitsministerium Handlungsempfehlungen:


Beschäftigte mit Symptomen sollten sich umgehend testen. Bei positivem Schnelltest sollten Beschäftigte als Verdachtsfall in Selbstisolierung nach länderspezifischen Vorgaben gehen und eine PCR-Testung in die Wege leiten. Bei positivem PCR-Test ist eine umgehende Isolation erforderlich. Weiterführende Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Gibt es noch kostenlose Bürgertests?


Corona-Test können helfen, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen. Ein negativer Antigen-Schnelltest ist für eine vorzeitige Beendigung von Isolation und Quarantäne ausreichend. Unabhängig von Impf- und Genesenenstatus hat jede:r Bürger:in Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest pro Woche.

Wann muss ich in Quarantäne?


Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten (z.B. im Haushalt oder in der Schule) fünf Tage zu Hause zu bleiben und in dieser Zeit Kontakte zu reduzieren. Neben der Einhaltung der AHA+L+Formel sollte jeden Tag ein Schnell- oder Selbsttest durchgeführt werden. Mitarbeitende im Gesundheitswesen, in Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten sowie Einrichtungen der Wiedereingliederungshilfe sollen im Zeitraum von fünf Tagen vor Dienstantritt einen negativen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test vorweisen. 


Alle positiv getesteten Personen müssen sich unter Berücksichtigung der AHA+L+Formel in eine fünftägige, häusliche Isolation begeben. Besuche von Personen außerhalb des eigenen Haushalts sind nicht gestattet. Es besteht die Empfehlung, ab dem fünften Tag der Isolation Selbst- oder Schnelltests durchzuführen, bis das Ergebnis negativ ist. Mitarbeitende im Gesundheitswesen, in Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten sowie Einrichtungen der Wiedereingliederungshilfe müssen vor Wiederaufnahme der Tätigkeit 48 Stunden symptomfrei sein und einen negativen Schnell- oder PCR-Test (CT-Wert >30) haben. (Stand 01.06.2022)

Wie sind aktuelle Einreisebestimmungen?


Einreise nach Deutschland


Am 01. Juni 2022 wurde die Coronavirus-Einreiseverordnung geändert. Damit lockerten sich Nachweis- und Testpflichten für die Einreise nach Deutschland: Seit dem 11. Juni 2022 sind alle COVID-19-Einreisebeschränkungen nach Deutschland vorläufig aufgehoben. Weder Impfnachweise, Genesenennachweise oder Testnachweise sind bei der Einreise erforderlich. Die einzige Ausnahme sind Reisende aus der Volksrepublik China (außer in der Volksrepublik China ansässige deutsche Staatsangehörige). Diese benötigen aufgrund des Gegenseitigkeitsvorbehalts einen wichtigen Grund für die Einreise nach Deutschland.


Einreise in andere Länder


Das Auswärtige Amt weist Reisende daraufhin, dass bei einer Infektion im Reiseland mit einer längeren Isolation zu rechnen ist. Die Kategorie “Hochrisikogebiete” entfällt. Für sogenannte Virusvariantengebiete gelten offizielle Reisewarnungen. Die Einreise in diese Gebiete ist mit einer Anmelde- Nachweis- und Quarantänepflicht verbunden. Virusvariantengebiete können sehr kurzfristig ausgewiesen werden.


Einreisebestimmungen für alle Länder finden Sie beim Auswärtigen Amt - dort geben Sie einfach ihr gewünschtes Reiseziel ein und erhalten alle notwendigen Informationen zur Einreise in der Pandemie. Die Reise-App “Sicher Reisen” ist empfehlenswert, wenn Sie innerhalb der EU reisen möchten.

Was ist Long COVID?


Long COVID verläuft oft wellenförmig in besseren und schlechteren Phasen. Die Häufigsten Beschwerden sind Fatigue, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen Weiterlesen…

Ausblick: Was sagen die Expert:innen?


In Großbritannien haben 99 % der Bevölkerung Antikörper durch Impfung, Infektion oder einer Kombination aus beidem. Die Datenlage in Deutschland ist hingegen kompliziert. Weiterlesen…

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Quellen:


https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-rki-wochenbericht-100.html


https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2022-06-09.pdf?__blob=publicationFile


https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2022-06-09.pdf?__blob=publicationFile


https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus


https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-omikron-subtypen-infektionslage-sommer-100.html


https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/ifsg.html


https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/informationen-fuer-arbeitnehmer-in-der-corona-pandemie-1821408


https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/europa-im-dialog/arbeitsschutz-corona-2015926


https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-tests-faq-1872540

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/faq-reisen-1735032


https://www.auswaertiges-amt.de/de/quarantaene-einreise/2371468


https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html


https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-auffrischungsimpfung-faq-1970900


https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/watzl-novavax-2016234


Bildnachweis:


Adobe Stock: Production Perig (#333039083)

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