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AProof® Gesundes Herz - Genanalyse auf Veranlagung für koronare Herzkrankheiten (KHK) Zum neuen Produkt

Die koronare Herzkrankheit - was ist das?

Unwohlsein, Kurzatmigkeit Schmerzen und Engegefühl in der Brust - das sind typische Symptome einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Bei der KHK handelt sich um eine Erkrankung des Herzens. Verursacht wird diese durch Ablagerung von Plaque in den Arterien, die das Herz mit sauerstoffreichem Blut versorgen sollen (Atherosklerose). Durch die Plaqueablagerungen kommt es zu einer Verengung oder Verstopfung der Arterien - das kann bis zu einem Herzinfarkt führen. Die koronare Herzkrankheit ist weltweit die häufigste Todesursache.   

  

  • Symptome   
  • Ursachen  
  • Risikofaktoren 
  • Genetische Faktoren   
  • Diagnose und Behandlung  
  • Sportler - auch betroffen?   
  • Tipps für ein starkes Herz  
  • Geeignete Prävention mit AProof® Gesundes Herz

Symptome einer koronare Herzkrankheit

Typische Symptome sind dumpfe, einschnürende, drückende oder brennende Schmerzen in der Brust (Brustenge), die bis in Arme, Rücken, Nacken, Bauch oder Kiefer ausstrahlen können. Nicht selten treten mit den Schmerzen Übelkeit, Schwindel, Schwitzen, allgemeine Schwäche und Kurzatmigkeit auf.

Manche Patienten und Patientinnen haben eher das Gefühl, einen Knoten oder ein Gewicht in Brust oder Hals zu spüren. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Angina Pectoris (Brustenge), die häufig auch Folgeerscheinungen wie Ängste und Beklemmungen auslösen.

 

Frauen, ältere Menschen sowie Patienten und Patientinnen mit Herzschwäche oder Diabetes haben seltener Angina Pectoris, sondern leiden vermehrt unter Oberbauchschmerzen, Kurzatmigkeit und Herzklopfen. Häufig wissen die Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung, bis sie einen Herzinfarkt erleiden. Liegen diabetesbedingte Nervenschäden vor, kann sogar ein Herzinfarkt unbemerkt bleiben. Hierbei spricht man von einem stummen Infarkt.

Ursachen für eine koronare Herzkrankheit

Eine koronare Herzkrankheit tritt infolge von Arteriosklerose auf, umgangssprachlich auch bekannt als Gefäßverkalkung. Zunächst entstehen kleine Schäden und Entzündungen an der Gefäßwand. Dort lagern sich zunehmend Abwehrzellen, Fette sowie andere Substanzen ab. Diese Ablagerungen werden als arteriosklerotische Plaques bezeichnet. Solche Plaques können wachsen und damit mehr und mehr den Blutfluss in der Arterie beeinträchtigen. Ist mindestens ein Herzkranzgefäß von Arteriosklerose betroffen, spricht man von koronarer Herzkrankheit. Dabei wird zwischen chronischer und akuter KHK unterschieden:

Chronische koronare Herzkrankheit

Die Koronararterien sind so stark verengt, dass das Herz bei körperlicher Belastung unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird. Schon Treppensteigen führt deshalb zu Beschwerden. In der Regel ist das betroffene Gefäß hierbei bereits zu mindestens 70 % verengt. Die Beschwerden lassen durch Ausruhen wieder nach und verschlimmern sich oft über längere Zeit nicht. Daher spricht man hierbei auch von einer stabilen koronaren Herzkrankheit.

Akute koronare Herzkrankheit

Im Gegensatz zur chronischen KHK ist bei der akuten KHK das Gefäß (fast) vollständig verstopft. Diese Verstopfung löst einen Herzinfarkt aus, weil die Muskelzellen aufgrund der geringen Blutzufuhr nicht am Leben gehalten werden können. Oft ist der Grund für die (fast) vollständige Verstopfung des Gefäßes ein plötzliches Aufbrechen der Ablagerungen und die darauf folgende Bildung eines Blutgerinnsels. Folgt daraufhin keine zügige Behandlung, stirbt der betroffen Teil des Herzmuskels ab. 

Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit

Die Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit unterscheiden sich zunächst in folgende Kategorien:

 

  • Körperlicher Gesundheitszustand   
  • Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck  
  • Risikoverhalten und Fitness  
  • Rauchen, hoher Cholesterinspiegel, psychosozialer Stress, Bewegungsmangel  
  • Genetische Veranlagung für KHK  
  • familiäre Vorbelastung  

  

Liegen mehrere Faktoren gleichzeitig vor, ist das Risiko, an einer koronaren Herzkrankheit zu erkranken, besonders hoch. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter. Männer sind zudem etwas häufiger betroffen als Frauen. 

Genetische Faktoren für eine koronare Herzkrankheit

Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Veränderungen in den Genen oder der DNA einer Person zu KHK führen können. Große genomweite Assoziationsstudien und Meta-Analysen weisen nach, dass genetische Varianten in mehreren Genen einen Einfluss auf die KHK-Wahrscheinlichkeit haben. Die stärksten Auswirkungen haben die Allele am chromosomalen Locus 9p21. Die mit kardiovaskulären Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, ischämischer Schlaganfall, Aneurysma, Karotisplaques und periphere Arterienerkrankungen assoziierte Region auf 9p21 befindet sich in den letzten Exons einer langen nichtkodierenden RNA, nämlich ANRIL (antisense noncoding RNA in the INK4 locus; auch als CDKN2BAS bekannt).

Diagnose und Behandlung einer koronaren Herzkrankheit

Zur Vorbeugung einer koronaren Herzkrankheit sind regelmäßige ärztliche Checks empfehlenswert - auch wenn keine Beschwerden vorliegen. Ab 35 Jahren können Versicherte alle drei Jahre kostenfrei den Check-up 35 in Anspruch nehmen (zwischen 18 und 35 Jahren einmalig möglich). Der Check beinhaltet:  

  

  • Klinische Untersuchung  
  • Abhören von Lunge und Herz   
  • Abtasten des Bauchraumes  
  • Beurteilung der Haut, des Bewegungsapparates und der Sinnesorgane  
  • Impfanamnese  
  • Blut-Untersuchungen   
  • Urin-Untersuchungen  

  

Insbesondere bei einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Herz- und Kreislauferkrankungen, bei hohem Blutdruck, erhöhten Blutfettwerten, bei Diabetes, Übergewicht und Zigarettenkonsum sind diese Checks zur frühzeitigen Diagnose sinnvoll.   

Auch bei bekannter KHK sind regelmäßige Tests wichtig - so kann ein Fortschreiten der Erkrankung frühzeitig erkannt und möglichst verhindert werden.  

Bei der Therapie ist die Unterscheidung von stabiler koronarer Herzerkrankung und akutem Koronarsyndrom ausschlaggebend, da diese jeweils verschiedene Behandlungsstrategien erfordern. Zwei Behandlungsziele stehen grundsätzlich im Fokus:

 

  • Linderung akuter Beschwerden  
  • Milderung des Krankheitsverlaufs  

  

Hierfür stehen Patientinnen und Patienten in Absprache mit den behandelnden Ärzten u.a. folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

 

  • Einnahme von Medikamenten
  • Optimierung des Lebensstils
  • Kontrolle von Risikofaktoren  

Sportler - auch betroffen?

Sportler sind gesund! Sie bewegen sich viel, ernähren sich ausgewogen und abgestimmt auf ihr körperliches Leistungsprofil, sind Nichtraucher, haben einen Sportlerpuls und sind auch sonst topfit! Oder?  

  

Völlig unerwartet kommt es aber auch bei Leistungssportlern zu Kammerflimmern, das Herz rast - doch vergebens: Bewusstlosigkeit, Herzstillstand, Atemstillstand und Tod sind die Folge.

 

So beispielsweise bei Davide Astori vom AC Florenz. Der 31-jährige Profi-Fußballer starb 2018 völlig unerwartet. Der Grund: plötzlicher Herztod. Dasselbe Schicksal ereilte auch den 28-jährigen Mac-Vivien Foé, der während eines Spiels beim Confederations Cup in Frankreich verstarb. Und auch der Schwimmweltmeister Alexander Dale Olen starb im Alter von 26 Jahren nach dem Training. Einzelfälle? Die Häufigkeit des plötzlichen Herztodes beim Sport wird je nach Studie zwischen 0,7 und 3,0 Todesfällen pro 100.000 Sporttreibenden/Jahr angegeben. Kardiologen raten deshalb (auch jungen) Sportlern und Sportlerinnen dazu, ihr Herz gründlich untersuchen zu lassen.


Beim Sport schlägt das Herz deutlich schneller, als im Ruhezustand. Das ist für gesunde Herzen kein Problem. Liegen jedoch Organschäden vor, kann es zum gefährlichen Kammerflimmern kommen. Häufigste Ursache ist bei Sporttreibenden unter 35 Jahren ein angeborener Herzfehler, zum Beispiel eine Erkrankung der Herzkranzgefäße. Bei Sportlern und Sportlerinnen über 35 Jahren liegt bei 80 % der Fälle von plötzlichem Herztod eine koronare Herzkrankheit vor. Wird diese frühzeitig erkannt und behandelt, kann die Wahrscheinlichkeit für einen plötzlichen Herztod auf das Niveau eines Patienten ohne KHK-Wahrscheinlichkeit reduziert werden.

Tipps für ein starkes Herz

Auch wenn es viele Verlockungen im Alltag gibt - Mit der Optimierung Ihres Lebensstils lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzkrankheit deutlich senken:   

 

  • Ernähren Sie sich fettarm und ballaststoffreich mit viel Obst und Gemüse!
  • Integrieren Sie regelmäßige Bewegung im Alltag - abgestimmt auf Ihre individuelle Belastbarkeit!
  • Bei Übergewicht sollte eine weitere Gewichtszunahme verhindert werden!
  • Hören Sie mit dem Rauchen auf!
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum auf 20 Gramm pro Tag (Männer) und 10 Gramm pro Tag (Frauen)!
  • Sorgen Sie für genügend Entspannung zum Stressabbau im Alltag!
  • Behandeln Sie Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes mellitus konsequent!

Geeignete Prävention mit AProof® Gesundes Herz

Der AProof® Gesundes Herz hilft Ihnen zu verstehen, ob eine genetische Veranlagung für eine potenzielle koronare Herzkrankheit (KHK) besteht. Auf Grundlage der Analyse lassen sich frühzeitig Maßnahmen treffen, um herzgesund zu leben.  

 

 

Quellen: