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SFB kritisiert starre Booster-Zeitvorgaben

Der Spitzenverband der Fachärztlichen Berufsverbände in Baden-Württemberg (SFB) ist der Ansicht, dass der Zeitpunkt für die Booster-Impfung nicht an starre Entscheidungen aus der Politik gekoppelt sein sollte. Vielmehr sollte die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt der Booster-Impfung bei den Ärzt:innen liegen. Die Antikörperbestimmung sollte hierbei eine wichtige Rolle einnehmen.


Bleiben vulnerable Gruppen unberücksichtigt?

Derzeit ist der Zeitpunkt für die Booster-Impfung an Intervallvorgaben geknüpft. Dabei werden laut einer Stellungnahme des SFB ältere Menschen zu spät geimpft. Damit steigt das Risiko von schwer verlaufenden Impfdurchbrüchen. Bei jungen Menschen hielte der Immunschutz nach zwei Impfungen gegebenenfalls länger an. Zudem könne bei dieser Gruppe der Booster-Effekt auch durch Infektionskontakt gegeben sein. Dennoch bliebe die Situation für ältere, vulnerable Personen unberücksichtigt.


Mehr Entscheidungsmacht der behandelnden Ärzt:innen

Mithilfe der Antikörperbestimmung gegen SARS-CoV-2 könnten behandelnde Ärzt:innen individuelle Zeitpunkte für die Booster-Impfung festlegen und gegebenenfalls vulnerable Personen vorziehen. Auch sei es dann möglich, Impfabstände zu verlängern, soweit ein ausreichender Immunschutz besteht. Mit der Antikörperbestimmung könne laut SFB die Impfkampagne eine höhere Effizienz erreichen. Die individuelle Krankheitslast und Todesfälle würden zudem reduziert.

Quelle: änd Ärztenachrichtendienst

Den vollständigen Artikel finden Mitglieder des änd hier.