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Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Blutgruppe und dem Ansteckungsrisiko mit Corona? Erfahren Sie hier mehr ...

Wieso sich manche Blutgruppen schneller mit Corona anstecken

Es ist schon länger bekannt, dass bestimmte Blutgruppen stärker von einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen sind. Wissenschaftler:innen aus Frankreich belegen jetzt die Bedeutung der Blutgruppe bei der Übertragung.


Wie genau bestimmte Ansteckungsprozesse beim Coronavirus ablaufen, ist noch nicht gänzlich geklärt. Eine aktuelle Studie aus Frankreich zeigt nun eine Verbindung zwischen Ansteckung und Kompatibilität der Blutgruppen auf. Damit sind Personen mit bestimmten Blutgruppen anfälliger für eine Übertragen von SARS-CoV-2 als andere.

Rachida Boukhari und Adrien Breiman von der Universität Nantes befragten mit ihrem Team Klinikmitarbeitende, die sich mit Corona infiziert hatten. Zudem wurden auch deren Partner:innen befragt, wenn sie im gemeinsamen Haushalt lebten. Teil der Erhebung waren auch Informationen zu den Blutgruppen der Befragten. 


Die Auswertung der Erhebung ergab, dass Infizierte mit der Blutgruppe 0 das Virus „leicht an alle anderen Blutgruppen weitergeben“ können, selbst aber unterdurchschnittlich oft infiziert sind. Potenziell sind die Träger:innen der Blutgruppe 0 damit Superspreader. Das höchste Risiko, sich anzustecken haben Träger:innen der Blutgruppe AB. Gleichzeitig geben diese Personen das Virus am seltensten weiter. 


Geringe Kompatibilität = geringeres Ansteckungsrisiko


„Die Wahrscheinlichkeit, einen Partner anzustecken, verläuft entlang der Übertragbarkeit von Blutgruppen.“ Das hatte der Wissenschaftler Peter J.J. Ellis bereits in der ersten Corona-Welle festgestellt. Spender:in und Empfänger:in müssen dabei bei Antikörpern, als auch beim Rhesusfaktor kompatibel sein. Das trifft etwa auf die Blutgruppen 0 (Erstinfizierte Person) mit A, B oder AB (Empfänger:in) zu. Die sekundäre Befallsrate, also der Anteil von Infektionen nach Kontakten innerhalb der Inkubationszeit von den gesamten Kontakten innerhalb des gleichen Zeitraums, betrug in diesem Fall 47,2%. Somit steckte sich etwa jede:r zweite Partner:in an.

Waren die Blutgruppen inkompatibel, also hatte die erstinfizierte Person Blutgruppe A, B oder AB und der:die Empfänger:in die Blutgruppe 0, steckten sich nur etwa 27,9 % der Partner:innen an. 


Wieso gibt es so große Unterschiede für das Ansteckungsrisiko? 


Die Wissenschaftler:innen sehen die Ursache dafür in Antikörpern, die sich gegen A und B Antigene richten. In der Bevölkerung westeuropäischer Herkunft komme die Blutgruppe A häufiger vor als B und AB. Deshalb treffe diese seltener auf inkompatible Infizierte. 


Quelle: ntv.de vom 29.03.2022


Den vollständigen Artikel finden Sie hier.


Zur Studie geht es hier.