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AProof® Gesundes Herz - Genanalyse auf Veranlagung für koronare Herzkrankheiten (KHK) Zum neuen Produkt

Kommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu kurz?

Der Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed) veröffentlichte am 26.07.2022 in einer Pressemitteilung die Ergebnisse einer Umfrage zum nationalen Präventionsplan. Der Wunsch nach Prävention vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) führte dabei die Liste der Antworten aus der Bevölkerung an. Es fehlt bislang aber an finanzieller Unterstützung durch die Bundesregierung.


Bevölkerung bewertet Prävention gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen als sehr wichtig


In einer vom BVMed in Auftrag gegebenen Studie wurden 2.500 Erwachsene zu ihren Präferenzen für verstärkte Vorsorgemaßnahmen vor dem Hintergrund eines nationales Präventionsplans befragt. Die Studie wurde vom Meinungsforschungsunternehmen Civey durchgeführt. An erster Stelle wurde für einen Präventionsplan für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestimmt (61 %). Krebs (58,4 %), Depression (47,3 %), Diabetes (45,5 %), Adipositas (41,5 %) und Rückenschmerzen (33,9 %) folgten. Präventionsmaßnahmen für Long-COVID wurden nur mit 33,3 % angegeben.


Geschäftsführer und Vorstandsmitglied von BVMed, Dr. Marc-Pierre Möll, verdeutlicht die Bedeutung von chronischen Erkrankungen für die Bevölkerung: “Wir müssen insgesamt als Gesellschaft und politische Entscheider:innen chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Adipositas strategischer und ganzheitlicher angehen. Der im Koalitionsvertrag vorgesehene Nationale Präventionsplan bietet hierzu eine gute Chance”.


HKE auch bei jungen Menschen ein Thema


Insbesondere junge Menschen achten vermehrt auf Prävention: Bei den 18 bis 29-Jährigen stimmten 81 % für verstärkte Präventionsmaßnahmen vor Depression, 66 % stimmten für Präventionsmaßnahmen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 58 % stimmten für Präventionsmaßnahmen vor Adipositas. Maßnahmen zur Prävention von HKE und Krebs stehen mit 63 % und 61 % bei den Älteren über 65 Jahren hoch im Kurs. Frauen stimmten generell mit höheren Werten als Männer. Die Gruppe der Frauen stimmte vor allem für Präventionsmaßnahmen für Adipositas, Rückenschmerzen und Depression.

Der höchste Wert wurde bei Student:innen für verstärkte Präventionsmaßnahmen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen erzielt.


Sterbefälle in Deutschland: 40 % gehen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück


Der Bundesverband Medizintechnologie e. V. befürwortet eine Herz-Kreislauf-Vorsorgeuntersuchung ab 50 Jahren (Herz-Check 50) und unterstreicht damit einen Impuls der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). 

DGK-Präsident Prof. Dr. Stephan Baldus bringt die Lage für Herz-Kreislauf-Patient:innen auf den Punkt: “In Anbetracht der unverändert hohen Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen müssen für unsere Patient*innen vergleichbar große Anstrengungen unternommen werden wie beispielsweise im Bereich der Krebsforschung und -behandlung.” Aktuell werden von Seiten der Bundesregierung nur 13 % des Betrages zur Verfügung gestellt, den Deutsche Krebsforschungszentren erhalten.



Quellen: 


https://www.bvmed.de/de/bvmed/presse/pressemeldungen/bvmed-umfrage-bei-praevention-stehen-herz-kreislauf-erkrankungen-bei-den-deutschen-an-erster-stelle [Pressemeldung]


https://dgk.org/daten/pm-nhks-fin.pdf