SARS-Coronaviren und die menschliche Zelle

Dr. Albrecht von Brunn und Prof. Rolf Hilgenfeld untersuchten SARS-Viren daraufhin, wie diese die Herstellung viraler Proteine in infizierten Zellen anregen. Durch diesen Vorgang werden neue Kopien des Virus gebildet. Die Studie wurde im „EMBO Journal“ publiziert. 


Coronaviren sind seit über 50 Jahren bekannt. Beim Menschen lösen sie harmlose Erkältungskrankheiten aus. Das SARS-Coronavirus trat erstmalig 2002/2003 auf - und führte bei den Infizierten zu schweren Lungenerkrankungen. Im Vergleich der RNA-Genome der Coronaviren mit dem des des SARS-Virus differenzierten die Forscher*innen bei letzterem eine „Sars-unique Domain“ (SUD). Diese Genregion könnte im Zusammenhang mit der Pathogenität des SARS-Coronavirus und des COVID-19-Virus SARS-CoV-2 stehen.


Dr. Albrecht von Brunn und Prof. Rolf Hilgenfeld fanden heraus, dass SUD die Herstellung der Proteine des Virus verstärkt. „Als erfahrener Coronavirus-Forscher wusste ich, dass man die Besonderheiten des SARS-Coronavirus-Genoms anschauen muss, wenn man dieses Virus verstehen will", so von Brunn. 


Auch Prof. Rolf Hilgenfeld freut sich über die neuen Ergebnisse: "Derartige Wechselwirkungsstudien zwischen Coronavirusproteinen und Proteinen der infizierten menschlichen Zelle werden uns helfen zu verstehen, wie sich die Viren Schlüsselfunktionen der Wirtszelle zunutze machen.“


Quelle: Pressemitteilung der Universität zu Lübeck

Die Originalpublikation im EMBO Journal finden Sie hier